„Lab" - passende Beiträge

FAQ Käse 2

Was ist Käselab?

Käselab, nicht zu verwechseln mit Käselaib, ist ein Teil der Herstellung von Käse. Es ist auch unter den Bezeichnungen Kälberlab oder Käsemagen bekannt. An diesen Namen kann man eher die Herkunft erkennen. Denn Lab wird aus dem Labmagen junger Wiederkäuer (meist Kälber) gewonnen. Bei den noch saugenden Jungtieren hilft es ihnen, die Muttermilch leichter zu verdauen. Im Labmagen wird Labferment erzeugt, das das in der Milch enthaltene Kasein spaltet und gerinnen lässt. Dieser Vorgang wird auch bei der Herstellung von Käse, z.B. Parmesan oder Grana Padano genutzt. Der Vorteil dieser Art der Aufspaltung liegt darin, dass die Milch andickt, ohne sauer zu werden.
Neben Kälbermägen werden auch die Labmägen von Ziegen oder Schafen verwendet, allerdings ist Kälberlab am besten geeignet. Die vorbereiteten Labmägen können tiefgefroren oder durch Salz haltbar gemacht werden, bis sie gebraucht werden.

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Parmigiano Reggiano – beliebt als „Parmesan“

Wohl DER bekannteste italienische Käse: Parmesan

Mit ziemlicher Sicherheit kann man wohl behaupten, dass Parmesan der bekannteste italienische Käse überhaupt ist. Dicht gefolgt von Mozzarella vielleicht. Dabei hat sich im deutschen Sprachgebrauch „Parmesan“ als Oberbegriff für jedweden Reibekäse etabliert. Etwas schade, wie ich finde, denn damit drängt er den ebenso guten Grana Padano in den Hintergrund. Italiener und besonders die aus der Po-Ebene, von wo der Grana Padano stammt, würden sich wohl die Haare raufen. In Italien gibt es dieses Problem auch nicht, denn mit amtlichem Namen heißt der Parmesan Parmigiano Reggiano und ist mit dem DOP-Siegel vor Nachahmung geschützt. Aber da sich Parmesan in Deutschland quasi von selbst verkauft, schrecken auch Supermärkte nicht davor zurück, Grana als Parmesan zu etikettieren.

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Mozzarella di Bufala – ein echter Leckerbissen aus Kampanien

Wie wird Mozzarella hergestellt?

Für die Herstellung von Mozzarella wird die Milch erhitzt. Bei Kuhmilch benötigt man für 1kg Käse 8 kg Milch, bei Büffelmilch nur 5 kg. Durch Zugabe von Molke wird die Flüssigkeit angedickt. Mithilfe von Lab wird die Masse gebrochen und anschließend gerührt. Anschließend wird das Filata-Verfahren angewendet, d.h. brühendes Wasser wird auf die Masse gegeben und der Teig geknetet. Dadurch entsteht die typisch faserige Konsistenz des Mozzarella. Das sich anschließende Schneiden der Masse (it. mozzare) gab dem Mozzarella seinen Namen. Kaltes Wasser kühlt die Masse ab und im Anschluss erfolgt das Salzen.

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Pecorino – der Schafskäse aus Italien

Name und Geschichte des Pecorino

Der Name des Pecorino leitet sich vom italienischen Wort pecora für „Schaf“ ab, er ist also ein kleiner Schafskäse. Heute gibt es allerdings auch billigere Nachbildungen, denen Kuh- oder Ziegenmilch beigemischt ist. Der Pecorino kann auf eine der längsten Geschichten in der italienischen Käsewelt zurückblicken. Während viele italienische Käsesorten in den mittelalterlichen Klöstern zur Konservierung von Milch „erfunden“ wurden, gibt es den Pecorino bereits seit der Antike. Schriftliche Quellen belegen, dass für die römischen Legionäre Pecorino zur Tagesration gehörte.

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